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Man könnte aber im Sehen auch die Zusammenhänge vermuten, eine Einheit suchen (Der Biblische Kalender. Der Monat Nissan)

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  Die Siebzig heißt als Zeichen im Hebräischen „Auge“. Man kann, wenn man mit den Augen schaut, eine große Vielheit sehen. Man könnte aber im Sehen auch die Zusammenhänge vermuten, eine Einheit suchen. Der ganze Wert des Wortes Ajin, Auge, ist deshalb im Hebräischen 130, und diese Zahl erkennt man als zehn Mal die 13. Die 13 wiederum ist das Wort „echad“, „Eins“. Der Name des Herrn als schon beschriebene 10-5-6-5 ist als Zahl 26. Und man erkennt sie als die 13, die Einheit hier, und die 13, die Einheit dort. Himmel und Ede. Die Einheit an beiden Seiten, so dass die große Einswerdung eben erst recht das Gefühl der Vollkommenheit gibt.

Ägypten und Kanaan (Schöpfung im Wort)

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  Nun ist also das Wort in der Bibel für „Ägypten“, wo man Knecht ist, wo also das Leiden stattfindet, „mizrajim“, geschrieben Mem-Zade-Resch-Jod-Mem, in Zahlen 40-90-200-10-40. Mizrajim ist ein sehr typisches Wort, es gibt nämlich eine „Doppelheit“ an. Die Endung „ajim“ drückt eine Zweiheit aus. Es ist die Doppelheit des Wortes „mizr“. Nun trägt das Wort „mizr“ in sich als Stamm das Wort „zr“, geschrieben Zade-Resch, was sowohl mit Form als auch mit Leid und Unterdrückung zu tun hat. Mizrajim heißt dann also: „Die Form in Doppelheit“ oder „die doppelte Form“, und auch „das Leid in Doppelheit“ oder „das Leid in der Zweiheit“, „die Unterdrückung in der Zweiheit“. Und damit gibt dieses Wort dann auch an, was Ägypten in der Bibelgeschichte eigentlich ist. Es ist eine Kristallisierung und der Ausdruck eines bestimmten Ortes in der Zeit und dessen, was im Wesentlichen das Leiden an der Zweiheit, das Gefangensein in der Zweiheit der Welt bedeutet, aus dem man sich nicht erlösen kann ...

Alles in der Schöpfung widerstrebt und widerspricht der Gottgleichheit (Leben im Diesseits und Jenseits)

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  Alles in der Schöpfung widerstrebt und widerspricht der Gottgleichheit des Menschen und will ihm den Weg durch die Hallen und Himmel verwehren. Doch gerade die Mitteilung der Gottes-Namen öffnet ihm die Pforten einer weiteren Halle, eines neuen Himmels. Er trägt das Siegel, Chotam. Es sei darauf hingewiesen, dass Chotam vom Stamm Chet, also auch die Acht, kommt. Besiegelt, beglaubigt, gestempelt wird mit der „Acht“. Wer den Stempel, den Chotam besitzt, kennt das Geheimnis der Acht. Damit öffnen sich Pforten, von deren Vorhandensein man nicht einmal wusste. Wähnte man sich doch bereits in der höchsten Vollkommenheit. Hat der Mensch vom Baum der Erkenntnis gegessen, so geht er den Weg der Entwicklung und unterliegt der Abfolge der Begrenzungen, wird von Phase zu Phase, von Zeitabschnitt zu Zeitabschnitt gestoßen. Auch die Begrenzung des Lebens wird aufgehoben. Der Tod stellt sich ein (auch wenn der Mensch 930 biblische Jahre lebt). Denn es heißt: „Wenn du von dieser Frucht nimm...

Die Welt ist Gottes Werk, Keli sein Gefäß (Leben im Diesseits und Jenseits)

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  Die Welt ist Gottes Werk, Keli, 20-30-10, sein Gefäß. Der Weg der Einswerdung führt durch diesen Raum. Gott gibt der Welt ihre Struktur – sie ist zugleich die des Menschen, des Adam Kadmon . Der Mensch, vollkommen in all seinen Phasen, ist bereits bei Gott in der Olam Azilut. Gott aber führt ihn durch die Welten hinunter in diese äußerste Welt. Aber schon in der zweiten Phase der Konkretisierung, schon in der Olam Jezira, in der Sphäre des zweiten Tages also, wenn Rakia und die Namen Gewura und Din entstehen, erweist es sich, dass der Mensch bei seinem Abstieg unfähig ist, das ihm gemachte Geschenk anzunehmen. Es ist zu groß für ihn. Die überwältigende Liebe übersteigt sein Fassungsvermögen. Das nennt die Überlieferung Schewirat Kelim, 300-2-200-400 20-30-10-40, das „Brechen der Gefäße“. Weiter erklärt sie, dass das Licht aus den Augen des Adam Kadmon dazu bestimmt ist, die Kelim zu füllen. Die Kelim ertragen es jedoch nicht und brechen. Alle Kelim gehen in Scherben, und dabei ...

Am ersten Tag ist das Urlicht da, ein Licht, das durch alle Zeiten und Räume dringt, das die Einheit zeigt, die Ewigkeit (Der Biblische Kalender. Der Monat Nissan)

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  Am ersten Tag ist das Urlicht da, ein Licht, das durch alle Zeiten und Räume dringt, das die Einheit zeigt, die Ewigkeit. Dieses große Licht ist aber nicht zu fassen. Die Engel der Finsternis gönnen es nicht, fangen an zu denken. Und dann verbirgt Gott dieses Urlicht. Die Welt aber, die es nicht fassen kann, bekommt es nun am Tag der zweiten Dreiheit, am vierten Tag also, als zersplittert in Sonne, Mond und Sterne. Unsere Sonne ist eine von vielen, unser Mond einer von vielen. Unsere Erde einer von vielen Planeten. Ist das so? Wir sehen es so, wir berechnen es so, wir leben und wachsen mit diesen Vorstellungen auf. Weil wir auch hier wählen. Wir wählen das Berechenbare, das Sichtbare, und wir arbeiten, wir denken mit ihm. Wir wählen die Welt und das Weltall als astronomische Gegebenheit. Wir plaudern schon von einem Urknall und einem Beginn der Zeit, aber wir tun es ausgehend von einer selbstverständlichen Hypothese, dass unsere Sinne und ihre Messinstrumente das einzige Objekt...

Was du dir in deinem Leben erworben hast, durch Wünsche, durch Berühren, durch Gesehen haben – das ist dein Erwerb (Die Freuden Hiobs)

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  Zum Weiblichen kommt nun auch das, was die Kinder sind, nämlich die Frucht, die bei dir entstanden ist, und das Vieh, also dein Erwerb. „Mikne“, Vieh, kommt von „kone“, kaufen, erwerben. Was du dir in deinem Leben erworben hast, durch Wünsche, durch Berühren, durch Gesehen haben – das ist dein Erwerb. Es gehört dir, ist deines, keiner soll sich da hineindrängen. Es ist das Geheimnis des Menschen, und Zeiten wie vielleicht auch die heutigen, in denen man auch dort hineindringen, auch das wissen möchte, sind Raubzeiten. Man verliert dann das Gefühl des Wortes, dass das Geheimnis zu einem gehört.

Die „Eins“ gegenüber der „Vier“ bei Noach (Schöpfung im Wort)

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  Noach war im Augenblick, als die Flut kam, 600 Jahre alt. Die 120 Jahre, in denen er an der „tewa“ baute, sind also gegenüber den 480 Jahren vor dieser Zeit wieder wie die „Eins“ gegenüber der „Vier“. In dieser „Eins“ gerade baut man das Wort, versteht man die Sprache. Denn diese Eins ist der Baum des Lebens, also die Bibel, gegenüber der Vier des Baumes der Erkenntnis, des „Baumes, der Frucht macht“. Wir sehen also wieder das Verhältnis 1 – 4, und wieder erzählt es uns, was die prinzipielle Struktur der Schöpfung ausmacht. In die Arche kommen Noach und seine drei Söhne, alle mit ihren Frauen. Demnach ist eine Vierheit anwesend – man könnte sagen, die äußerste Möglichkeit –, und diese Vierheit ist zweiseitig, männlich und weiblich. Auch von anderen Lebewesen kommen die männlichen und die weiblichen in die „tewa“. Das Wort umfasst von allem die zwei entgegengesetzten Seiten. Im Wort bleiben sie getrennt, als Zweiheit kommen sie in das Wort